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Nach dem ABI erst mal SCHLAFEN

von Philip Walter und Alex H. (Abi 2016)

Philip: Die erste Frage nach dem erfolg¬reich bestandenen Abi ist meist: Was machst du jetzt? Einige haben ihren Ausbildungs- oder Studienplatz schon in der Tasche, andere beginnen jetzt erst mit den Bewerbungen. Doch bis es letztlich soweit ist, heißt es, eine Menge Zeit zu überbrücken. Da stellt sich doch gleich die Frage nach dem »Wie?«. Eine der ersten Ideen wird »ausschlafen« sein. Ebenso beliebt ist das »Chillen mit Freunden« oder – für das liebe Kleingeld – endlich mehr als zweimal die Woche arbeiten gehen zu können. All diese Möglichkeiten erscheinen zunächst erstrebenswert, jedoch kommt mit diesen Optionen auch sehr schnell Langeweile auf. – Um dieser Langeweile zu entgehen, war ein letzter gemeinsamer Urlaub das ideale Ausweichmanöver, und so quetschten sich Amandus, Michelle, Alex und ich nach den Prüfungen und vor dem Abschlussball in das kleine rote Auto von Amandus‘ Vater, um für eine Woche nach Polen zu fahren. In diesen sieben Tagen Urlaub in Rewal ließen wir die Seelen baumeln. Rewal ist ein beschauliches Örtchen an der polnischen Ostsee und mit seinen kleinen Läden wie für Touristen geschaffen.
Alex: »Wie für Touristen geschaffen?« Philip, Philip, Philip… Mit seinen ca. 800 Einwohnern ist Rewal doch relativ groß, denn die meisten Gebäude sind Ferienhäuser und im Zentrum drängt sich Souvenirladen an Restaurant und Restaurant an Souvenirladen. In regelmäßigem Abstand von fünf Metern stehen Spielautomaten, wie man sie vom Rummel kennt.
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Der Wolf verlässt sein Revier – geehrt mit dem „Goldenen Käsebrötchen“

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Verabschiedung Wolfgang Walther


Heute, am 08. Juli 2016, haben wir einen von uns verabschiedet, den wir am liebsten noch für Ewigkeiten behalten hätten: unseren Wolfgang Walther. Er hat Schüler und Lehrer der Lenné-Schule seit 14 Jahren mit seinen berühmten Käsebrötchen, mit Riesenmengen an Wasser, mit Süßigkeiten und vielen anderen Dingen aus seiner kleinen Cafeteria versorgt.
Aber er war mehr als unser „Retter in der Not“, denn er hörte uns zu, half so manchen von uns, Probleme zu lösen, und bereicherte unser Leben mit Weisheiten aus seinem reichen Erfahrungsschatz. Und mehr noch: Wolfgang Walther schreibt Bücher und scheint eine poetische Begabung zu sein. Wer sich dafür interessiert, kann auf seiner Webseite mehr dazu lesen (www.wolfgangwalther.de). Da aber auch die besten Blumen irgendwann gepflückt werden müssen, verabschiedeten wir ihn heute in einer Schülervollversammlung. Lisa (Schulsprecherin), Enno (Sek.-II-Sprecher), Frau Roßland (Schulleiterin) und Frau Scharfenberg (Oberstufenkoordinatorin) verabschiedeten unseren Wolf vor versammelter Schule und übergaben neben Blumen einen eingerahmten Dankesgruß, das „Goldene Käsebrötchen“, in dem Grüße von sämtlichen Klassen und Schülern liegen, und zwei Tickets für „Stars In Concert“. Wolf war – ich zitiere – „anders als der Martini von James Bond – gerührt“ (und nicht geschüttelt) von unserer Aktion. Auf dieses Ausmaß einer Verabschiedung war er nicht vorbereitet. „Wolf, wir werden dich sehr vermissen und hoffen, dass du uns oft besuchst. Du bist immer herzlich willkommen bei uns.“
Merle für die Lenné-Schüler/innen

Letzte Zeitung vor den Sommerferien

Am 1. Juli war Schulfest und Verkaufstag für den letzten „Überflieger“ dieses Schuljahres. Da vorher immerhin auch Abiture, Klausuren und – nicht zu vergessen – Abiturfeiern waren, hatten wir mehr als genug zu tun und haben für den selbst gesetzten Termin einige Nachtschichten eingelegt. Also haben wir erst kurz vor dem Erscheinen gemerkt, dass unsere Zeitung – wieder einmal – zu klein ist, um alles zu fassen, was da hinein sollte.

In der Printausgabe gibt es ein bemerkenswertes Interview mit der in Israel lebenden Lili Solar. Sie ist 90 Jahre alt, hat den Holocaust durchlitten und überlebt und ihre Lebensgeschichte Richard Schuhmann (Abi 2014) anvertraut, der ihr in Haifa als Freiwilliger zur Hand geht. Frau Thiel verlässt 2017 unsere Schule. Klar, dass wir sie noch einmal ausfragen mussten. Herr Walther, der 14 Jahre lang aus seiner Cafeteria heraus für uns gesorgt hat, verabschiedet sich. Wir danken ihm! Merle hat von dem aus Israel stammenden Ud Joffe, der in Potsdam seit 18 Jahren als Dirigent tätig ist, in einem Interview interessante, erfrischende Antworten erhalten. Dieses Interview werdet ihr hier lesen, in der Zeitung gibt es eine Zusammenfassung. Das Thema unserer Zeitung „Jung sein. Eine Zeitreise bis zu uns“ betrifft natürlich uns, versucht aber auch, in ein paar großen Schritten Einblicke in das Leben der Jugendlichen in Generationen vor uns zu geben. Auch hierzu wird es Artikel auf der Website geben. In der Zeitung gibt es noch eine phantastische Theaterkritik, einen Buchtipp, Steckbriefe und die Verabschiedung unserer wunderbaren 13er Ex-Redakteure, die uns nach dieser Zeitung endgültig verlassen, und andere Texte und Fotos.

Wir verkaufen die Zeitung noch zwei Wochen lang und wenn ihr uns nicht seht, kommt vorbei und holt euch eine! Und nicht vergessen: Seht ab und zu hier nach, ob sich wieder etwas getan hat.
Wir wünschen euch eine schöne Exkursionswoche, phantastische Studienreisen und dann (!) wunderbare Sommerferien.

Eure Überflieger-Redaktion

Keine Langeweile in Potsdam und Umgebung

von Niklas
In Potsdam und der näheren Umgebung gibt es jede Menge Möglichkeiten für die Freizeit. Ich habe mich einmal umgesehen und ein paar Sachen ausgesucht, die man im Sommer allein oder mit Freunden unternehmen könnte.

Sommer ist Badesaison! Baden und schwimmen kann man an vielen Stellen in Potsdam, dem Umland und Berlin. Da gibt es jede Menge Möglichkeiten in Flüssen, Seen oder auch in Hallenbädern. Badestellen und Strandbäder gibt es an der Havel, dem Templiner See und dem Groß-Glienicker See mit sehr klarem Wasser. Bei Jugendlichen sehr beliebt ist auch der Heilige See. Ein schönes Hallenbad ist z.B. das Bad am Brauhausberg mit kleinen Sprungtürmen, acht Schwimmbahnen im 50m-Sportbecken und einem Kinderbecken. Das Olympiabad in Berlin ist auch eine großartige Möglichkeit; hier gibt es neben einem Kinderbecken, einem normalen Schwimmbecken und einer großen Wiese, auf der man Ball spielen oder sich einfach nur sonnen kann, auch mehrere Sprungtürme bis zu einer Höhe von 10 Metern. Ein anderes schönes Bad ist das Bad „Spreewelten“ in Lübbenau. Dort ist es sogar möglich, „mit Pinguinen zu schwimmen“, wobei die witzigen, flinken Schwimmer im Frack im beheizten Außenbecken zwar durch eine Glasscheibe von den menschlichen Schwimmern getrennt, aber doch ganz nah sind.
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Le seul moyen d’apprendre une langue et de connaitre une culture

Rédaction échange d’Alix Guigné (französisch und deutsch)

Florentine (li) und Alix (re)

Florentine (li) und Alix (re)

Je suis Alix Guigné, et je suis la correspondante française de Florentine Friebel. Je participe à un programme qui me permet de rester trois mois en Allemagne en tant qu’étudiante allemande. Grace à ce programme j’ai fait énormément de progrès en allemand. Ma compréhension est bien meilleure, j’ai acquis du vocabulaire et surtout je ne fais presque plus de fautes concernant les déclinaisons, qui – on le sait – sont extrêmement compliquées…
Mais je suis surtout contente de participer à cet échange pour découvrir un autre pays, une autre culture, une autre langue, un autre mode de vie et rien que ce début de séjour ne fait que confirmer mon amour pour l’allemand et l’Allemagne. J’ai trouvé très rapidement ma place dans la famille, la timidité n’étant plus un problème, je me sens à l’aise dans la famille dès le premier soir. Concernant ce que j’attendais de ce séjour je ne suis pas déçue. Je découvre une nouvelle partie de l’Allemagne qui est vraiment très belle. Postdam est une ville que j’apprécie beaucoup. C’est une ville étudiante, plus grande qu’Albi et qui a un patrimoine culturel, historique très riche et complètement différent que celui d’Albi.
J’ai aussi rencontré de nouvelles personnes avec qui je m’entends très bien, que ce soient des amis de la famille, de Florentine ou de son frère et sa mère ou bien ses ami(e)s de son lycée. Je me sens donc maintenant comme chez moi, j’ai de nouvelles habitudes et de nouvelles occupations. Je parle régulièrement à mes amis et fais des Skype avec ma famille, ce qui me permet de ne pas avoir le mal du pays. Ce n’est pas facile de partir de chez soi quand on a 15 ans.
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Untergang des Abendlandes oder neue Kreativität

Schreiben im digitalen Zeitalter

Etwa tausendWorte zum Thema -so lautet die Aufgabe. Das ist eine ganze Menge – und dann auch noch über Sprache. Was ist paradoxer, als einen Text über Sprache zu schreiben?
Sicher kennen viele Leser den Ausruf der Älteren „Diese Jugend von heute…“. Die nun unweigerlich folgende Konkretisierung kann jeder selber ergänzen und ich bin überzeugt, dass der Katalog der möglichen zweiten Halbsätze bei vielen fast der gleiche ist. Die Sorge um die heutige Jugend ist aber ohne Zeit und Raum: Vor etwa 2400 Jahren war es der Philosoph Sokrates, dem es nachweislich vor einer Zukunft mit diesen jungen Menschen graute. Der Schriftsteller Ottokar Domma wandte sich vor ca. 50 Jahren ebenfalls dieser Thematik zu. In seiner Reihe mit dem Protagonisten Ottokar gibt es die Geschichte „Der Tag der Wahrheit“, in der die Unterschiede zwischen der Jugend von gestern und heute sehr anschaulich beleuchtet werden. An dieser Stelle eine kleine Lese- oder Hörempfehlung.
Die Jugend von heute verbringt unstrittig viel Zeit im Netz. Mit Netz ist offenkundig das Internet gemeint. Jetzt werden einige Leser sagen: „Moment, das ist doch das, was bei mir zu Hause auch aus der Wand kommt?!“ – Ein Satz, mit dem man nicht nur Informatiker und Elektriker zur schieren Verzweiflung treiben kann. Leute, die solche Sätze in der Öffentlichkeit sagen, sind nach meiner Beobachtung auch genau die, die sich über den Verfall der deutschen Sprache durch soziale Medien echauffieren, sozusagen den „Untergang des Abendlandes“ fürchten. Oder besser gesagt: ihn „herbeireden“.
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