Augen zu und durch

Von Vanessa

Am 13. März hat der DSP-Kurs 12, zu dem ich gehöre, das Theaterstück „Unter uns“ verfasst von Hans Georg Kraus im Kabarett Obelisk aufgeführt. Darin werden Vorurteile gegenüber Ausländern thematisiert, was durchaus ein sehr aktuelles Problem darstellt.
Wir hatten das Glück, das Stück nicht umschreiben zu müssen, da Kerstin Kusch (Theaterpädagogin im Hans-Otto-Theater) diesen Teil für uns erledigt hat. Zudem war es uns möglich, mehrere Male im Hans-Otto-Theater zu proben und professionelle Tipps zu bekommen. Auch neue Ideen entstanden während dieser Proben. Meistens blieben wir aber im Theaterraum unserer Schule. Über mehrere Monate haben wir das Theaterstück einstudiert, wodurch oftmals auch die Motivation nachließ. Uns war klar: Das Stück muss bald aufgeführt werden, sonst ist die Luft raus! Also suchten wir einen vorgezogenen Termin und anstatt das Stück im Mai/Juni aufzuführen, wie es für die DSP-Inszenierungen üblich ist, legten wir den Tag der Aufführung auf den 13. März 2018. Wir waren uns sehr wohl der Tatsache bewusst, dass uns nur noch etwa ein Monat Zeit blieb. Allerdings ließen wir uns davon nicht beirren und einige Proben, auch noch eine Woche vor dem Auftritt, waren nicht gerade das, was man als „gut gelaufen“ betiteln würde. Demzufolge stieg die Spannung und sowohl in Frau Wilke, die uns von Anfang an auf diesem Wege begleitet und unterstützt hat, als auch in uns wuchs die Befürchtung, dass das Ganze in die Hose gehen würde.
Der Tag der Aufführung kam heran. Die Generalprobe hatte vier Tage zuvor stattgefunden und mehr als ein Schnelldurchlauf und eine Textkontrolle waren bis zur Premiere am 13.03. um 12 Uhr nicht zu schaffen gewesen. Vorhang auf! Trotz anfänglicher Schwierigkeiten beim Einhalten der Pausen beim Sprechen und das Vergessen einiger Textpassagen, was – dem Himmel sei Dank – niemand bemerkt hat, erhielten wir viel Lob. Die Aufregung vor der Abendvorstellung um 17 Uhr war noch deutlich größer, denn hier konnten auch unsere Freunde und Familienmitglieder zusehen. Wir alle wollten das Beste aus uns herausholen und man konnte letztendlich deutlich einen Unterschied in der Qualität der Aufführung erkennen. Wir haben langsamer gesprochen, wir haben deutlicher gesprochen, wir haben mehr Pausen gemacht, was die Wirkung verstärkte, und vor allem waren wir mit Elan dabei. Außerdem haben wir dieses Mal definitiv keinen Text ausgelassen.
Es hat Spaß gemacht, auf dieser Bühne zu stehen und eine andere Person zu verkörpern. Ich denke, ich kann im Namen des gesamten DSP-Kurses 12 sagen: Wir freuen uns auf jede nächste Aufführung.

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