Weihnachten an andere denken

von Nane Valerie Pleger (8a)

7 Schuhkartons

„Okay, aber wenn Tim jetzt schon eine Mütze kaufen muss,  kann er doch nicht noch ein Kleidungsstück kaufen?!“ „ Ja, da hast du schon Recht, aber wir  brauchen unbedingt auch noch Socken!!!  „Oh Mann, ich hätte echt nicht gedacht, dass das so schwierig wird!“ „Nein, ich auch nicht, aber irgendwie ist es ja auch toll! Okay, also wer soll jetzt die Socken kaufen?“…

So ungefähr liefen die ersten Planungen für unser Projekt „Weihnachten an andere denken“ ab. Dieses Motto kennt jeder Lenné-Schüler, denn der soziale Tag unmittelbar vor Weihnachten ist seit vielen Jahren Tradition  an unserer Schule. Jede Klasse bereitet anderen Menschen eine Freude, übergibt kleine Geschenke an Kinder von Waisenhäusern, dem Integrationskindergarten oder für die Besucher der ARCHE Potsdam. Manche Schüler basteln gemeinsam mit  anderen Weihnachtsschmuck oder treten mit einem Weihnachtsprogramm im Seniorenheim auf.

Nane beim Verpacken

Unsere Klasse, die 8a der Lenné-Schule Potsdam, hatte sich schon früh für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ entschieden. Wir wollten sechs Schuhkartons mit lauter kleinen Geschenken  füllen. Die Organisatoren des Projektes werden diese Kartons dann als Weihnachtsüberraschung  an bedürftige Kinder, z.B. in Georgien, verteilen. Schon in der Grundschule hatte ich einen solchen Karton gepackt und war seitdem von der Idee begeistert.

Meine Freundin und ich waren für das Organisieren des Projekts verantwortlich. Doch das war schwieriger als gedacht… Wir mussten uns überlegen, womit wir die Kartons überhaupt füllen wollten. Aus dem Flyer wussten wir, dass die Kartons für drei verschiedene Altersstufen jeweils nach Mädchen und Jungen sortiert gepackt werden mussten. Es gab auch Beispiele, welche Kleinigkeiten besonders gut ankommen: Kuscheltiere für die Kleineren oder Modeschmuck und Kleidungsstücke für die Größeren.

Doch wer von uns 24 Schülern sollte, wollte und konnte nun was besorgen? Die Besorgungsaufträge sollten auch halbwegs gerecht verteilt sein, außerdem wollten viele Schüler/innen mitbestimmen, was sie verschenken würden! Wir schrieben also „Einkaufszettel“ für jeden, die natürlich nur eine Orientierung darstellen konnten. Schließlich saßen wir vor einem Berg von Geschenken und es gab gar nicht so viel doppelt, wie wir anfangs befürchtet hatten. Das Einpacken der Kartons machte einen Riesenspaß und wir konnten sogar sieben Kartons zu der angegebenen Sammelstelle bringen!

Als Fazit bleibt, dass es ganz schön viel zu organisieren, zu schleppen und zu packen gab, aber der Erfolg kann sich sehen lassen. Wir stellen uns die frohen Gesichter der Päckchen-Empfänger vor und so werden wir im nächsten Jahr auf alle Fälle wieder unser „Weihnachten im Schuhkarton“ organisieren.

Vielleicht finden wir in den anderen Klassen Nachahmer oder Unterstützer. Bei mir kann man sich eine DVD ausleihen, die die Verteilung der Geschenke Weihnachten 2009 zeigt. Das ist teilweise wirklich herzergreifend!

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