Den Kopf voller Sprachen

Wer war Emil KREBS? Interview mit Eckhard Hoffmann
Im Februar besuchten uns Herr und Frau Hoffmann aus Potsdam Golm in der Schule. Herr Hoffmann ist der Großneffe des Sinologen, kaiserlichen Diplomaten und Dolmetschers in China und Sprachgenies Emil Krebs (geb. 15.11.1867 in Freiburg/ Kr. Schweidnitz/ Schlesien, verst. 31.03.1930 in Berlin) und hat nach intensiver Forschung viel über die Person Krebs und ihr Wirken vor und nach 1900 zu erzählen. Es ist eine vergangene und völlig andere Welt, in die wir eintauchen durften. Dafür bedanken wir uns herzlich.

Im Interview: Herr Hoffmann und Frau (Mitte) und v.li.n.re. die Überflieger-Redakteurinnen Noreen, Tabatha, Helen und Norah.

Emil Krebs im August 1925

Herr Hoffmann, Emil Krebs war ihr Großonkel und lebte von 1867 bis 1930. Was macht ihn zu einer Ausnahmegestalt der Geschichte und noch heute interessant für uns?
Krebs war als Vielsprachler ein Polyglott bzw. ein Hyperpolyglott. Er beherrschte 68 Sprachen in Wort und Schrift, und befasste sich mit insgesamt 111 Sprachen und Dialekten. Natürlich gibt es auch heute Polyglotte (z.B. der Belgier Johan Vandewalle oder der Grieche Ioannis Ihonomon als Übersetzer bei der EU). In der Vergangenheit war z.B. Giuseppe Mezzofanti bedeutend, ein italienischer Kardinal, der in den Lexika als der herausragende Polyglott dargestellt wird, der die meisten Sprachen beherrscht haben soll. Ich möchte mich nicht dazu äußern, ob Krebs vielleicht ein größerer Polyglott war, das muss die Zeitgeschichte entscheiden. Aber Professoren (z.B. Eduard Erkes), die ihn noch gekannt haben, hielten Krebs in damaligen Veröffentlichungen für den größten Vielsprachler, der je gelebt hat. Er beherrschte schon damals etwas, was in unserer Zeit enorm an Bedeutung gewonnen hat: Sprachen sind durch die Globalisierung immer mehr in den Vordergrund gerückt. Außerdem war Krebs immer bestrebt, nicht nur die Sprache fremder Völker, sondern auch ihr Wesen aus der geschichtlichen Vergangenheit heraus zu verstehen. Ich meine, all das macht ihn auch aus heutiger Sicht zu einer Ausnahmegestalt.

Was war der Auslöser für Sie, sich mit dem Leben ihres Großonkels intensiv zu beschäftigen?
Im Grunde genommen begann es in der Kindheit. Mein Großvater war ein Bruder von Emil Krebs. Leider habe ich ihn in meiner Kindheit nicht umfassend befragt. Ich habe mich über Zeitungen informiert und auch aus den Erzählungen meiner Eltern einiges über meinen Großonkel erfahren. In der Schule habe ich dann leider einen „Knacks“ bekommen: Ich habe meinem Lehrer, den ich achtete, von meinem Großonkel berichtet. Er unterbrach mich jedoch sofort, weil das einfach nicht sein konnte, was ich ihm erzählte. Danach habe ich mir vorgenommen, nie wieder in der Öffentlichkeit über Krebs zu sprechen. Ich habe das auch so gehalten – bis zu meinem Ruhestand. Meine Frau und ich kamen 2003 aus Nordrhein-Westfalen nach Potsdam. In einer Berliner Zeitung fand ich einen Artikel über den „Südwestkirchhof“ in Stahnsdorf. Daraufhin habe ich mir ein Buch über diesen Friedhof beschafft. Von 120.000 Bestattungen sind 30 Prominente aufgeführt, darunter mein Großonkel. So ging es los. Ich schrieb alles ab, was ich fand. Mein Interesse war geweckt. Ich habe angefangen zu „forschen“ und kam voran. An einem Buch zusammen mit dem Sprachendienst des Auswärtigen Amtes wird augenblicklich gearbeitet. In einigen Fernsehsendungen wurde über Emil Krebs berichtet, aber ansonsten ist er vollkommen vergessen. In den 1960er Jahren wurde in Kreuzworträtseln noch oft nach einem namhaften Sinologen gefragt. Antwort: Emil Krebs.

Emil Krebs als Abiturient im März 1887

Emil Krebs entdeckte schon in seiner Kindheit und Schulzeit die Leidenschaft der Sprachen. Wie entwickelte sich dieses Interesse?
Im Grunde genommen war das purer Zufall. Er ist in eine Dorfschule gegangen, in der alle Schuljahre in einer Klasse saßen. Krebs fand ein deutsch-französisches Vokabelheft und hat sich mit Französisch beschäftigt. Er hat die Vokabeln zwar gelernt, aber nicht die Lautsprache. Er sagte dann seinem Lehrer etwas in der Schriftsprache, daraufhin wurde man aufmerksam und hat ihn weiter gefördert. Interessant ist, dass dieser Lehrer der Schwiegervater meines Lehrers war und mich in einem kleinen Dorf in Niedersachsen anfangs unterrichtete. Leider habe ich auch ihn damals nicht nach Krebs befragt. – In Freiburg/Schlesien besuchte Krebs die Realschule, das genügte ihm nicht. Also wechselte er zum damaligen ev. Gymnasium in die Kreisstadt Schweidnitz (Swidnica) und wählte alle angebotenen Sprachen (Latein, Griechisch, Französisch und Hebräisch). In seinem Abiturzeugnis wurde er in diesen Fächern mit „Gut“ und „Sehr gut“ bewertet. Zusätzlich zu diesen vier Sprachen lernte er acht weitere autodidaktisch: Neu-Griechisch, Englisch, Italienisch, Spanisch, Russisch, Polnisch, Arabisch und Türkisch. Man darf aber nicht davon ausgehen, dass er diese gleich beherrschte, er hat sie später in seinem Berufsleben vertieft. Dennoch: Als er 1887 als 19-Jähriger das Gymnasium verließ, waren ihm bereits zwölf Sprachen geläufig.

Trotz dieser großen Neigung zu Fremdsprachen studierte er zuerst Rechtswissenschaften und Evangelische Theologie, bevor er sich dem Studium östlicher Sprachen und Kulturen widmete. Kennen Sie den Grund?
Ja, der Grund ist mir bekannt: Er hatte noch neun Geschwister – seinerzeit waren die Familien sehr groß – und seine Eltern, besonders seine Mutter, waren sehr streng evangelisch. Diese hat wahrscheinlich Einfluss darauf genommen, dass er mit Theologie und Philosophie in Breslau begann (Sommer Semester 1887). Für sein späteres Leben und Sprachenlernen war dies von großer Bedeutung. Er ist dann nach Berlin gewechselt. In seinem Lebenslauf schreibt er, dass er sich schon während dieser Studienzeit hauptsächlich der Sprachen Arabisch und Türkisch gewidmet habe – also gar nicht so sehr der Theologie. Die Rechtswissenschaft war nun eine klare Zielsetzung, denn er wollte in die Diplomatie und er wollte als Dolmetscher in China tätig werden. Voraussetzung für den diplomatischen Dienst war aber, dass man ein Jurastudium nachweisen konnte, und darüber hinaus Sprachkenntnisse besaß. 1887 wurde das sog. SOS, das Seminar für Orientalische Sprachen, gegründet. Den Anstoß dafür gab der Reichskanzler Otto von Bismarck, nachdem er sich auf dem Berliner Kongress darüber geärgert hatte, dass es keinen Dolmetscher für Türkisch gab. Krebs war einer der ersten Schüler des SOS und wurde anlässlich einer Feierstunde zum 120. Bestehen des SOS im Jahr 2007 als besonderer Absolvent dieses Seminars namentlich genannt. 1890 bestand er das Chinesisch-Examen nach nur vier Semestern und das 1. juristische Staatsexamen nach sechs Semestern jeweils mit „Gut“. Nun meldete er sich beim Auswärtigen Amt für China an (1891), woraufhin man ihm antwortete, dass für China kein Bedarf bestehe, aber man suche jemanden für Konstantinopel in der Türkei. Er möge doch „eben schnell“ Türkisch lernen. Daraufhin hat er im SOS Türkisch belegt, die Prüfung wurde um ein halbes Jahr vorgezogen, aber es kam nicht mehr dazu, weil er nun doch die Information erhielt, er könne in China anfangen (1893).

Krebs war Legationsrat und Sinologe. Würden Sie unseren Lesern kurz die Bedeutung dieser Begriffe erklären?
Ein Sinologe ist ein Wissenschaftler, der sich mit der Chinakunde beschäftigt. Dazu zählen u.a. chinesische Kultur, Wissenschaft, Geschichte, Sprache. – Der Legationsrat ist eine Amtsbezeichnung im diplomatischen Dienst. Als ich das erste Mal im Auswärtigen Amt war, war ich überrascht zu erfahren, dass der Begriff „Legationsrat“ im diplomatischen Dienst immer noch besteht. Nur gibt es heute noch zusätzliche Differenzierungen. – Krebs wollte sich nicht dem angebotenen Konsulatsexamen unterziehen, das interessierte ihn nicht. Er wurde daraufhin während eines mehrmonatigen Heimaturlaubs im Februar 1912 hier in Potsdam im Neuen Palais vom Kaiser zum Legationsrat ernannt.

Wie lernte Emil Krebs neue Sprachen?
Wir können es nur aus seiner Bibliothek ableiten, die Aussagen seiner Frau stützen die Schlussfolgerungen. Krebs hat mit Wörterbüchern und Grammatiken begonnen. Grundlage war natürlich das intensive „Einpauken“ und Wiederholen von Vokabeln. In vielen Sprachen hat er mithilfe einfacher Schulfibeln weitergelernt und zur Vertiefung mit Chrestomathien und anderen Selbstlernhilfen gearbeitet. Chrestomathien sind Zusammenstellungen von Textauszügen aus verschiedenen Werken, die einen unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad haben. Auch kam ihm sein Theologiestudium zugute. Emil Krebs besaß das Neue Testament in 61 Sprachen. Alle Übersetzungen des Neuen Testaments gehen auf die gleiche Grundlage zurück, so konnte er seine Sprachen festigen. Chinesisch beherrschte er schließlich durch seine Arbeit. Jedoch schreibt Krebs 1918 in einem Aufsatz über das Chinesischlernen, er sei sicher, dass es keinen chinesischen Wissenschaftler gebe, der alle Schriftzeichen des Chinesischen beherrsche. Das sei nicht möglich.

Wonach wählte er die Sprachen aus?
Diese Auswahl konnte sehr zufällig zustande kommen. Der Botschafter von Henting, mit dem er zusammenarbeitete, beschreibt, dass sie in China gemeinsam beim Frühstück gesessen hätten und Krebs eine ihm unbekannte Sprache am Nachbartisch gehört habe. Daraufhin ging er zu dem Tisch und erfuhr, dass es Armenisch war. Sofort am nächsten Tag bestellte er in Leipzig entsprechende Bücher und Schriften. Diese findet man noch in seiner Bibliothek. – Ein zweites Beispiel ist Baskisch. Er hörte von einem Kollegen von dieser Sprache. Wieder besorgte er sich Bücher und lernte innerhalb von vier Monaten Baskisch. Als Grundlage diente ihm ausschließlich Spanisch, obwohl diese Sprache keinen ursächlichen Zusammenhang zu Baskisch besitzt. – Er lernte also neue Sprachen oft über andere und nicht über das Deutsche. – Dann schickte er an die baskische Zeitung „Argia“ einen Schriftsatz: Er habe jetzt Baskisch gelernt und das sei eine schwierige, aber sehr schöne Sprache. Sein Brief wurde mit einer Antwort abgedruckt, die ihm bestätigte, dass er sehr gut Baskisch könne und die Basken sich ein Vorbild an ihm nehmen sollten.

Emil Krebs beherrschte 68 Sprachen in Wort und Schrift. Wie gelang es ihm, sich all diese Sprachen zu merken und auseinanderzuhalten?
In einem Nachruf zu Emil Krebs schreibt Professor Lessing, der beim Seminar für Orientalische Sprachen und auch in China tätig war, dass in Krebs‘ Gehirn alles genauestens sortiert war. Beim Arbeiten war er in der Lage, alle Nebensächlichkeiten abzuschalten. Auch wiederholte er die Sprachen regelmäßig, indem er viel las. Man darf jedoch nicht annehmen, dass er jede Sprache beim Hören sofort zuordnen oder perfekt abrufen konnte. Mitte der 20er Jahre wurden für den damaligen König in Kabul/Afghanistan Wissenschaftler gesucht. Man wollte Krebs gern haben, er hat das Angebot aber abgelehnt. In einem Brief schreibt er über die Unterhaltung mit einem der Prinzen: „Ich merkte auf einmal, dass meine Kenntnisse in Puschtu (eine der afghanischen Sprachen) im Moment nicht ausreichten, um mich flüssig mit ihm zu unterhalten. Da ich aber wusste, dass der Prinz Syrisch konnte, bin ich auf Syrisch umgestiegen. Dann konnten wir uns unterhalten.

Welche Sprache nutzte der Legationsrat Krebs tatsächlich am häufigsten im Gespräch?
Natürlich die Sprachen, die er in China unbedingt benötigte. Hier muss man unterscheiden zwischen passiv und aktiv, also beruflich genutzten Sprachen. Für seine Tätigkeit in China brauchte er auf jeden Fall die Sprachen Chinesisch, Mongolisch, Mandschurisch, jedoch auch Japanisch, Italienisch, Russisch, Französisch, Englisch, Niederländisch, Portugiesisch und Dänisch. Das waren neben Amerika die wichtigsten Gesandtschaften oder Botschaften in Peking. Gewöhnlich war er mit Chinesen zusammen, aber er hatte auch eine enge Verbindung zu den anderen diplomatischen Vertretungen in China. In der Personalakte befindet sich eine Notiz, wonach Krebs mehrere Monate für die italienische Gesandtschaft als Dolmetscher tätig war, weil dort ein entsprechender Dolmetscher krankheitsbedingt fehlte. Italienisch war also auf jeden Fall eine seiner Hauptsprachen.

Wissen Sie, ob er eine Lieblingssprache hatte?
Während der Weimarer Republik schrieb Krebs am 8. August 1921 an den damaligen Außenminister Rosen, in dem er auch viele seiner beherrschte Sprachen nennt, seine Lieblingssprache sei Persisch.  Dazu muss man aber wissen, dass Rosen selbst früher Lehrer im Seminar für Orientalische Sprachen war, für Hindustani (nordindische Sprache) und Persisch. Da er von Rosen, den er persönlich kannte, Unterstützung erhoffte, hat er natürlich Persisch als seine Lieblingssprache hervorgehoben. Ich glaube eher, dass seine Lieblingssprache Chinesisch war.

Unter den Sprachen waren auch Dialekte und Stammessprachen. Konnte er sie jemals anwenden?
Das ist kaum bekannt. In China gibt es natürlich sehr viele verschiedene Dialekte; einige davon hat er verwenden können, vor allem die Pekinger Umgangssprache. Er hat es einmal beschrieben: Als er nach China kam, war er erschüttert, dass er seinen chinesischen Koch nicht verstehen konnte. Er musste diesen in Shanghai gängigen Dialekt (der Koch stammte aus Shanghai) erst lernen. Mit ihm hat er dann generell nur so gesprochen. Das hat seine Frau beschrieben, denn sie konnte zuerst überhaupt nicht beeinflussen, was es zu essen gab. – Später (1915) hat Krebs eine Übersetzung chinesischer Schattenspiele angefertigt. Das ist sein umfangreichstes Werk in der Pekinger Umgangssprache.

Emil Krebs hatte ein hohes Allgemeinwissen und bewältigte ein enormes Arbeitspensum. Woher nahm er immer wieder die Motivation und die Kraft, sich an neue Aufgaben zu wagen?
Ich vermute, dass hier eine Sucht vorhanden war, dass er einfach von einer Sprache zur anderen ging und immer mehr lernen wollte und gelernt hat und dass er sehr froh war, wenn er eine neue Sprache in einem gewissen Rahmen beherrschte. Das war die Motivation. Man hat uns im Auswärtigen Amt gesagt, man müsse mit dem Begriff „perfekt beherrscht“ sehr vorsichtig sein, denn dazu müsste man Muttersprachler sein. Laut Aussage seiner Frau nach seinem Tode sprach Krebs Chinesisch und Italienisch wie ein Muttersprachler. Das ist heute nicht mehr nachprüfbar, aber seine Kenntnisse mancher Sprachen könnten denen eines Muttersprachlers sehr nah gewesen sein.

Prinzenbesuch in der deutschen Gesandtschaft in Peking, um 1912. Krebs links hinter den beiden chinesischen Prinzen.

Welche Bedeutung hatte der Legationsrat Krebs für das Auswärtige Amt des Deutschen Reiches und der Weimarer Republik?
In der Kaiserzeit ging es natürlich vor allem um den Kontakt zum damaligen chinesischen Kaiserhaus. Da Krebs der am besten Chinesisch und Mandschurisch sprechende Ausländer war, wurde er oft zur „Kaiserin Witwe“, der Mutter des Kaisers, eingeladen. Mandschurisch wurde als „Geheimsprache“ im Palast genutzt. Die Kaiserin Witwe fungierte damals als Regentin Chinas, denn der Kaiser war noch ein Kind.

Emil Krebs hatte ab 1901 hervorragende Verbindungen zu chinesischen Politikern. So unterhielt er zum damaligen ersten Präsidenten Chinas Yüan Shikai (1913 bis 1916) eine freundschaftliche Beziehung. Interessant ist die in historischem Chinesisch verfasste Einladung. Übersetzt heißt es da sinngemäß: „Da wir uns so gut kennen, uns aber lange nicht mehr gesehen haben, lade ich Sie zu einem privaten Besuch ein. Wir werden keine dienstlichen Geschäfte durchsprechen, es wird ein reiner privater Besuch…“ (s.u. Link: Einladung von Chinas Präsident Yuan Shihkai an Emil Krebs)

Zur Bedeutung für das Auswärtige Amt der Weimarer Republik äußerte der damalige Leiter des Sprachendienstes Gautier: „Krebs ersetzt uns 30 Außendienstmitarbeiter.“ Das entspricht so ungefähr der Anzahl der Sprachen, die er dort einsetzte. Die Personalakte spricht von ca. 40 Sprachen. (s.u. Link: Sprachenauflistung von E. Krebs)

Wie viele und welche Länder, deren Sprache er beherrschte, hat Emil Krebs tatsächlich bereist?
Das geht aus den Akten nicht hervor. Es sind nur wenige bekannt, China natürlich und die Mongolei. Außerdem ergaben sich berufliche Reisen nach Japan, Korea, Russland und Italien. Dies konnte ich einem Brief entnehmen. Mehr Länder sind mir nicht bekannt. Man muss sich auch bewusst machen, dass eine Reise in ein anderes Land zur damaligen Zeit ein Riesenproblem darstellte. – 1913 heiratete Emil Krebs. Seine Frau hat die Hochzeitsreise, die in Shanghai begann und in Peking endete, beschrieben. Die Reiseschilderung birgt viel Erstaunliches. Eisenbahnen gab es nur sehr beschränkt. Chinas Hauptstadt Peking wurde erst um 1900 an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Man ist damals überwiegend mit dem Schiff gereist, mit der Bahn soweit möglich, ansonsten mit Eseln, Sänften oder zu Fuß. Als Hochzeitsreise würde ich das nicht bezeichnen, es war eine Abenteuerreise. Nicht zu vergessen: Wenn man außerhalb Pekings für zwei, drei Tage reiste, nahm man alles mit: Betten, Töpfe, Nahrung; eine ganze Karawane ist losgezogen. (Auszug der Hochzeitsreise-Beschreibung von Mande Krebs hier im Anschluss)

Emil Krebs heiratete die Tochter des Geheimen Justizrates Glasewald aus Magdeburg in Shanghai. Warum nicht in Deutschland?
Der Grund liegt wohl nicht zuletzt an den Reisebedingungen. Auch Urlaube wurden nicht in der Form abgewickelt, wie wir das heute gewohnt sind. In den 24 Jahren in China hat Krebs nur dreimal Heimaturlaub in Deutschland gehabt; der jeweils bis zu einem Dreivierteljahr dauerte. Urlaubstage wurden „gesammelt“. Es war vorgesehen, dass seine Frau in China bleiben würde, also wurde dort die Hochzeit gefeiert. Seine Braut kam mit der Sibirischen Eisenbahn, mit der man 14 Tage unterwegs war. Krebs hat sie ab Russland begleitet.

Wie muss man sich das Privatleben ihres Großonkels vorstellen?
Ein paar Informationen habe ich von seiner Enkelin, die wir am Bodensee besucht haben. Der Kontakt mit Emil Krebs war sehr schwierig. Er hat seine Frau in Berlin kennen gelernt und es hieß über diese Begegnung: „Wir waren in einem Kreis versammelt und da war auch ein Mensch, der – zu dem Zeitpunkt – 45 Sprachen beherrschte. Er schwieg in 45 Sprachen.“ Über Krebs war bekannt, dass er schwierig war. Seine zukünftige Frau Mande Heyne, geb. Glasewald hatte schon einmal in China gelebt. Ihr Mann verstarb dort. Krebs hat ihr irgendwann während seines Urlaubs in Deutschland einen Heiratsantrag gemacht. – Er wohnte übrigens damals im selben Haus in Esdorf, Krs.Schweidnitz/Schlesien, in dem ich geboren wurde. – Den Antrag hat sie weder angenommen noch abgelehnt. Er schreibt darüber: „Ich musste meinen Urlaub verlängern und jeder Verlängerungstag kostete mich 65 Mark, weil mir jeder Urlaubstag vom Gehalt abgezogen wurde.“ Und schließlich ist er doch unvollendeter Dinge nach China zurückgereist. Sie wusste natürlich, warum sie zögerte. Krebs hat seine Frau geliebt, auch das schreibt er in einem Brief. Er hat auch ihre beiden Kinder aus erster Ehe geliebt, aber er hat kein normales Familienleben geführt. Es wurden Termine ausgemacht, um das Familienleben zu besprechen. Sonst war er dienstlich unterwegs oder in seiner Bibliothek. Über die Hochzeitsreise schreibt seine Frau: „Mein Mann hat vor der Hochzeitsreise die verschiedenen Konsulate informiert, dass er dann und dann vorbeikäme. Dann wurde er dort begrüßt, sie haben sich miteinander unterhalten und ich hatte frei.“ Nebenbei lernte der frisch Verheiratete während der Hochzeitsreise auch noch Portugiesisch. In ihrer Selbständigkeit war Mande Krebs wohl eine Frau, die ihrer Zeit schon weit voraus war.

Hat Krebs‘ Ehefrau auch ein paar Sprachen gelernt?
Ja, sie konnte wohl Chinesisch, aber nur oberflächlich, obwohl sie dort lebte. Englisch und Französisch jedoch beherrschte sie.

Man sagt, Emil Krebs sei ein stiller, eigenbrötlerischer Mensch gewesen. In seiner Arbeit musste er aber Kontakte pflegen. Wie passt das zusammen?
Genau genommen passt es natürlich nicht zusammen. Er wollte generell nicht gestört werden. Der spätere Botschafter Werner Otto von Hentig sollte als noch junger Mann Krebs zu einem Gesandten und Minister bestellen. In seinem Buch „Mein Leben eine Dienstreise“ schreibt er darüber: „Für mich war es ein sehr schwieriger Gang dorthin zu gehen, denn ich wusste, wie Krebs reagieren würde.“ Als er endlich an zwei Bewachern bis zu Krebs‘ Tür vorgedrungen war, erhielt er zunächst keine Antwort, dann eine  verärgerte Abfuhr. Krebs ist dann natürlich doch gegangen, aber mit hochrotem Kopf. – Krebs lief fast immer mit einem Buch in der Hand herum und hat leise murmelnd gelernt. Wenn man ihn begrüßte, antwortete er: „Was wollen Sie von mir?“ Er hat jeglichen Kontakt abgelehnt, weil er lernen wollte. – Andererseits sagt seine Frau: „Des Abends, wenn Leute bei ihm nachfragten, die er mochte, dann hat er sich mit denen gerne unterhalten und das ging dann die ganze Nacht durch.“

Emil Krebs vor einer Audienz im Kaiserhaus. Die Begleitung ist die Ehefrau eines Diplomaten.

Emil Krebs verbrachte fast ein viertel Jahrhundert in China, obwohl sein dortiger Aufenthalt zuerst nur 10 Jahre betragen sollte. Was hielt ihn?
Es gibt keinerlei Unterlagen darüber. Ich vermute, dass es seiner Tätigkeit als Chefdolmetscher zuzuschreiben ist. Dieser Aufstieg (1901) ergab sich meines Erachtens aus seiner chinesischen, aber auch der mandschurischen und mongolischen Sprachbeherrschung. Im diplomatischen Dienst war er als Chefdolmetscher an vierter Stelle in der Rangfolge. An erster Stelle standen der Gesandte oder der Botschafter, danach folgten ein erster und ein zweiter Sekretär als Vertreter des Botschafters. In der Personalakte von Krebs lässt sich das aufgrund einer gleichen Konstellation in der Türkei zurückverfolgen. Der dortige türkische Botschafter konnte kein Türkisch. Der erste Sekretär konnte auch kein Türkisch… In China war es vergleichbar. Die Chinesen konnten zu dieser Zeit kaum europäische Sprachen. Die Botschafter und Gesandten wurden nach drei, vier Jahren ausgewechselt. Sie haben deshalb nicht oder nur dürftig Chinesisch beherrscht. Emil Krebs war nun derjenige, der die gesamte Kommunikation mit dem chinesischen Kaiserhaus und später mit der chinesischen Regierung führte. Er hatte eine Funktion, die einem Gesandten ähnlich war. Das konnte er in keinem anderen Land erreichen, auch in Deutschland nicht. Anhand seiner Schriften und Bücher erkennt man, dass er sehr tief in der chinesischen Kultur verwurzelt war. Seine Frau sagte nach seinem Tode in einem Interview, Krebs habe Chinesisch wie ein Muttersprachler gesprochen. Das kann kaum jemand erreichen. Er hatte sehr viele Kontakte innerhalb Chinas und ich nehme an, dass er dort geblieben ist, weil ihn berufliche, aber auch persönliche Gründe hielten.

Was führte dazu, dass Emil Krebs 1917 China verlassen musste?
Es war im Grunde genommen der Eintritt Chinas in den Ersten Weltkrieg (1917). China verbündete sich mit den Alliierten gegen Deutschland. Nach Abbruch der diplomatischer Beziehungen wurde das Deutsche Reich durch die niederländische Gesandtschaft vertreten. Die deutsche Regierung bot den Niederländern Dolmetscher an und diese sagten: „Ja, wir möchten Emil Krebs.“ Das geht aus der Personalakte klar hervor. Die Franzosen aber waren strikt dagegen. Daraufhin musste auch Krebs China verlassen, obwohl der niederländische Gesandte einwarf, dass kein anderer Dolmetscher derart fähig gewesen sei, die Schriftstücke u.a. vom Holländischen ins Deutsche und umgekehrt zu übersetzen. Eine Aktennotiz in der Personalakte lässt vermuten, dass sich sogar der Reichskanzler damit beschäftigt hat. Man vermutet, Krebs hätte zu viele Beziehungen innerhalb  Chinas gehabt.

Nachdem Emil Krebs aus China zurückgekehrt war, schloss er sich äußerlich und innerlich von seiner Umwelt ab und vergrub sich in seine Sprachstudien. Wie erklären Sie das?
Nach seiner Rückkehr aus China meldete er sich sofort beim Auswärtigen Amt in Berlin zum Dienstantritt zurück (23.05.1917). Die Überfahrt überwiegend per Schiff über Amerika hat zwei Monate gedauert. Er kam hier an und wurde in den vorläufigen Ruhestand versetzt. Ab November 1917 wurde er dann jedoch beim Auswärtigen Amt in verschiedenen Positionen zu verschiedenen Arbeiten herangezogen, die in irgendeiner Weise immer mit seinem Sprachgenie zusammenhingen, ihn aber überhaupt nicht befriedigten, weil er von China etwas ganz anderes gewohnt war. Jetzt auf einmal war er der Bürokratie unterworfen und in Positionen tätig, die ihm überhaupt nicht gefielen und auch nicht seinen Fähigkeiten entsprachen. In Berlin waren damals chaotische Zustände; es wird immer von den Goldenen Zwanziger Jahren gesprochen, was die Spannungen und Konflikte dieser Zeit jedoch außer Acht lässt. Darum wohl hat er sich sehr zurückgezogen, nur das Nötigste getan, zumal er sich unterbezahlt fühlte. Er hat sich nun wieder intensiver in die Sprachstudien vertieft, obwohl er sich auch in China generell mit Sprachen beschäftigt hatte. Das ergibt sich aus seiner umfangreichen Bibliothek. – Krebs war dann in Berlin über 10 Jahre beim Auswärtigen Amt tätig, ab Juli 1923 endlich im Sprachendienst. Nebenberuflich wurde er als amtlicher Übersetzer für Finnisch bei Gerichten und Standesämtern in Berlin und Potsdam bestellt. Erst mit seinem Einsatz beim Sprachendienst des Auswärtigen Amtes fühlte er sich wieder aufgehoben und war zufrieden. Dies erkennt man aus einigen seiner Briefe.

Findet man bei Emil Krebs weitere Bezüge zu Potsdam?
In einem ca. 50 Seiten langen Aufsatz (1920) über das deutsch-chinesische Verhältnis erwähnt Emil Krebs auch Potsdam: An der Orangerie (Maulbeerenallee) standen damals chinesische astronomische Instrumente. 1900 war in China der Boxeraufstand, der sich in erster Linie gegen die „Fremden“ richtete, und gegen die sog. „Ungleichen Verträge“, durch die sich alle größeren europäischen Staaten, die USA und seit 1895 auch Japan von China juristische und wirtschaftliche Privilegien erzwangen. Es wurden Tausende chinesische Christen und viele Ausländer ermordet, darunter der Gesandte der deutschen Reichsregierung in Peking, Baron Clemens von Ketteler. Nach der Niederschlagung des Boxeraufstandes waren diese Instrumente als ein kleiner Teil der Reparation hier aufgestellt worden. Nach Kriegsende musste sich Deutschland im Versailler Vertrag verpflichten, die Sachen an China zurückzugeben.

Muss man sich sein enormes Sprachtalent als eine „Inselbegabung“ vorstellen oder hatte Emil Krebs noch andere Begabungen und Leidenschaften?
Neben dem Begriff „Inselbegabung“ wird ja auch noch der Begriff „Savant“ verwendet. Ich denke, das war Krebs nicht, denn seine Begabung lag nicht einseitig bei den Sprachen. Schon in der Schule zeigte sich seine Stärke in Mathematik, die im Abiturjahr unter Festlegung bestimmter Auflagen zu einer Befreiung vom täglichen Mathe-Unterricht geführt hatte. Im Abschlusszeugnis erhält er für seine mathematischen Leistungen ein „sehr gut“ mit dem Zusatz „beschäftigte sich mit gutem Erfolg privatim mit mathematischen Disziplinen, die jenseits des Gymnasialziels liegen.“ – In China war er Diplomat und hatte regelmäßigen Umgang mit dem Kaiserhaus und mit Regierungsstellen. Emil Krebs erfüllte also vielseitige Aufgaben.

Sie haben sich mit der Bibliothek Ihres Großonkels befasst. Wie muss man sich diese vorstellen?
Ich habe diese Bibliothek leider nie gesehen, weil sie bereits 1932 der Nationalbibliothek (The Library of Congress) der Vereinigten Staaten von Amerika in Washington übergeben wurde. Dies wurde mir mit Mail vom 30. Juli 2008 von Judy S. Lu, Head of Collection Services, Asian Division) bestätigt. Hiervon werden 236 chinesische Titel in 1620 Einzelschriften wegen der besonderen Wertigkeit in einem Raritäten-Kabinett im Jefferson Building aufbewahrt. Eine von Krebs‘ Witwe 1930 erstellte Auflistung zu dieser Bibliothek nennt weit über 5000 Bücher und Schriften in 111 Sprachen. Hieraus ist auch ableitbar, welche Sprachen Krebs zum Erlernen oder Vertiefen einer neuen Sprache heranzog. Neben Deutsch waren es überwiegend die Sprachen Englisch, Französisch, Russisch, Chinesisch, Griechisch, Italienisch, Türkisch, Latein, Spanisch, Arabisch und Niederländisch. Neben vielen ausländischen Verlagen und Bibliotheken (z.B. Paris, Wien, Konstantinopel, St. Petersburg, Shanghai, Tokio, Pest, Peking, chin. Kaiserhaus u.a., über die Krebs seine Literatur bezog, erscheinen natürlich auch viele deutsche Verlage. Beispielhaft seien einige genannt: Langenscheidt, Berlin (33 Sprachen), Hartleben, Leipzig (53), Brockhaus (11), Stauffenburg (23) oder de Gruyter (23 Sprachen).

Toni Deneke, die Schwägerin von Emil Krebs, schildert 1967 in einem kleinen Aufsatz: „So habe ich meinen Schwager in Erinnerung: in seinem Zimmer in der Lindenallee (Berlin), Bücher, Bücher bis an die Decke. Das Universum, in Sprachen geballt, auf engem Raum. Da leuchteten die Reihen gelbseidener Bände auf, Geschenke der Kaiserin von China; dazwischen viele in blauer Seide. Seltsame Zeichen auf Pergamenten, auf Holz, auf Palmblättern. Als Möbel ein Stehpult, eine Trittleiter, kein Stuhl. Allzu ausgiebige Besucher wurden durch langes Stehen zum baldigen Rückzug gezwungen. Und dazwischen er, in dunkelrotem Kimono, ein Buch vor den Augen, unablässig wandelnd, unablässig murmelnd. Immer freundlich, wenn man ihn störte, aber zerstreut. ‚Mein Krebschen lernt gerade burjätisch.’ Damit wehrte meine Schwester Eindringlinge ab. Er war ein ungeduldiger Mann.“

Nach dem Tod von Emil Krebs half Toni beim Ordnen und Katalogisieren des riesigen und wertvollen Nachlasses in seiner Bibliothek. Sie tippte mühsam die unverständlichen Namen und Titel. Als sie zum hundertsten Male die Worte: „Han i ahara“ und immer wieder „Han i ahara“ getippt hatte, wollte sie doch wissen, was es hieß. Ganz einfach: Auf kaiserlichen Befehl! Es waren die in gelber Seide, der Farbe des chinesischen Hofes, gebundenen Bände, Geschenke der Kaiserin Tsusi.

Wir haben gehört, dass Ein Buch über Emil Krebs erscheinen soll…
Ja, das stimmt. Im Moment arbeiten neben mir weitere Autoren daran. Auch der Sprachendienst des Auswärtigen Amtes ist beteiligt. Emil Krebs bildet den Mittelpunkt. Die ersten Korrekturen sind in Bearbeitung. Ziel ist, dieses Buch bis Ende August 2011 fertig zu stellen. Mehr möchte ich hierzu im Moment nicht sagen, aber sicherlich wird es eine sehr interessante Ausgabe.

Haben Sie etwas vom Talent Ihres Großonkels geerbt oder  gibt es in Ihrer Verwandtschaft ähnliche Begabungen?
Sprachlich nicht. In meiner Verwandtschaft gibt es eher in anderen Bereichen Hochbegabte. – Einer ist Dozent an einer Hochbegabtenschule, ein anderer hatte im Abitur eine Durchschnittsnote von 0,9 und hat ein Stipendium von der Bundesrepublik Deutschland bekommen. Er ist jetzt in China und hat auch die chinesische Sprache erlernt. Zu der Frage, was ich von ihm geerbt habe: Ich kann auf keinen Berg gehen. Mir wird schwindelig. Dasselbe liest man über Krebs in der Hochzeitsreise-Beschreibung seiner Frau: „Mein Mann konnte nicht mit auf den Berg gehen. Als ich von dort wieder zurück kam, saß er mit tibetischen Priestern zusammen und las ihnen aus deren Schriften vor, weil er schneller lesen konnte.

Herr Hoffmann, was würden Sie Ihren Großonkel fragen, wenn Sie ihn nächste Woche treffen könnten?
Ich hätte eine ganz simple Frage: „Was verbindest du mit dem Begriff des Glücks?“ Das kann ich mir bei seinem Leben nicht vorstellen. Vielleicht war er glücklich, wenn er eine neue Sprache erlernt hat.

Nach dem Interview zeigte und erklärte Herr Hoffmann uns zahlreiche Fotos und Materialien, wovon er uns eine große Auswahl zur Verfügung stellte. Auch dafür herzlichen Dank.

Fotodokumentation zum Interview



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Kommentare 1 Kommentar

  1. Haitao XIu sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    wir möchten gern in unserer Zeitung (Chinesische Handelszeitung) über Emil Krebs und Hoffmann berichten. Dazu brauche ich die Kontaktdaten von Herrn Hoffmann.

    Ich bin Haitao XIU aus China und gebe die Chinesische Handelszeitung in Deutschland seit 17 Jahren, eine Zeitung für Chinesen, die hier leben und hierher kommen.

    Haitao XIU
    Chinesische Handelszeitung
    Verlagadresse:
    Ahornstr. 43
    65933 Frankfurt am Main
    Germany
    http://www.huashangbao.com
    EMail: haitaoxiu@gmail.com; hxiu@aol.com
    Tel: 069-3309 1650
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