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Die Lenné-Schülerzeitung existiert nicht mehr. Für die letzte Ausgabe des über 15 Jahre erfolgreichen Lenné-Überfliegers hatten die Redakteure, Schüler der 10. bis 13. Klassen, das Brennpunkt-Thema „Das ist m e i n Leben. Selbstbestimmt sein.“ gewählt. Diese letzte Ausgabe erschien tatsächlich im letzten Quartal 2019. Alle schon begonnenen Artikel und Projekte mussten im Zuge der Corona bedingten Veränderungen in Schule und Leben zunächst auf Eis gelegt werden und verwirbelten irgendwann wie Ostseesand im Sturm. Es bleiben schöne Erinnerungen an eine spannende Zusammenarbeit kreativer, frei agierender junger Menschen, an Mut machende, wiederkehrende Erfolge und wunderbare gemeinsame Momente. Und die zahlreichen Exemplare dieser kleinen, dicken Lenné-Überflieger-Hefte, die vollständig bei der Schulleiterin im Schrank oder in Teilen bei unseren Lesern noch existieren. Die Überflieger-Redakteure haben die Schule verlassen, viele sporadisch für die Zeitung schreibende Schüler haben die Schule verlassen, ich habe die Schule verlassen. Also sage ich an dieser Stelle noch einmal all den vielen jungen Menschen, die mit mir an der Zeitung gewirkt haben, meinen herzlichen Dank. Ebenso danke ich der Schule für technische und materielle Unterstützung. Das durch Wettbewerbe und Spenden erwirtschaftete, noch verbliebene Guthaben der Zeitung (mehr als 2000,- Euro) wird durch den Förderverein verwaltet und sollte möglichst einem neuen, vergleichbaren Projekt zugute kommen.

Liebe Ex-Redakteure und -Schüler, falls ihr das lest, lasst euch gesagt sein, dass ich mich gern an euch und die gemeinsame Zeit erinnere. Alles Gute für euch! umx, Berlin

Wir sind 15 runde Jahre alt. Vor 10 Jahren hat Oleg B. als Ergänzung zur Printausgabe den Überflieger online erstellt. Klingt nicht viel? Hat niemand bemerkt? Mag sein, aber für eine durchgängig existierende und gleichzeitig erfolgreiche Schülerzeitung ist das eine ganze Menge an Jahren, Einsatz, Durchhaltevermögen, Engagement und Spaß an der Sache.

Es war lange ruhig auf dieser Seite und auch das Erscheinen der Printzeitungen ist seit März 2020 unterbrochen. Oder beendet? Schauen wir doch einmal genauer hin. Es hat sich viel verändert in den letzten 15 Jahren – in unserer Schule, in Potsdam, im Land Brandenburg, in der gesamten Bundesrepublik. Bleiben wir in der Schule. Auch Schule hat sich sehr verändert und jeder muss für sich entscheiden, ob ihm diese Änderungen gefallen oder nicht. Wir als Zeitungsredaktion müssen entscheiden, ob es Sinn macht, weiterhin eine Schülerzeitung anzubieten. Fragen wir also einmal in die Schulkorridore und Klassenräume hinein: Wer von euch liest? Wer liest gern und nicht nur einmal im Jahr freiwillig ein Buch? Wer hat in den letzten Jahren – zugegeben, unsere Adressaten sitzen eher in der Sek. II – die kleine A5-Broschüre des Lenné-Überfliegers gelesen. Wir wissen, dass es immer Schüler gab, die keine Ausgabe verpassten. Auch die meisten Lehrer und viele Eltern waren treue Leser; dafür bedanken wir uns. Es gab sie also – die interessierten Schülerzeitungsleser – aber die Zahl nahm von Jahr zu Jahr ab. Die Schüler, die Talent und Lust hatten, Zeitung zu gestalten, waren in den ersten etwa 11 Jahren unserer Zeitungsgeschichte zahlreich. Sie platzten vor Energie, Phantasie und Unternehmungslust. Wir hatten immer wieder intelligente, kreative, großartige Artikel und Texte verschiedenster Genres. Wir führten spannende Interviews mit interessanten Menschen, sammelten unseren „Stoff“ aus Projekten, Exkursionen und Erfahrungen in Berlin, Potsdam und Umgebung. Auch in den letzten vier Jahren bemühten sich unsere Überflieger-Redakteure um interessante Beiträge, obwohl sie wussten, dass Zeitunglesen „aus der Mode gekommen“ war. Schließlich gibt es zahllose mediale Möglichkeiten, sich digital zu „informieren“ oder einfach zu chatten, zu posten – was auch immer. Qualität und geistreiche Beiträge waren zuletzt so schwer zu erstellen wie „zu verkaufen“. Aufwand und Nutzen fielen bald aus dem Verhältnis und mit der Unterbrechung im März 2020, der auch unsere geplante neue Ausgabe zum Opfer fiel, ging uns ein wenig die Luft aus. Aus diesem Grunde werden wir – die aktuelle kleine Redaktion – im Oktober beraten, ob wir die Zeitungsarbeit an unserer Schule beenden oder verändert fortsetzen wollen. Auf jeden Fall werden wir die Printzeitungen einstellen, was bedeutet, dass ihr im Archiv gerade die letzte Ausgabe der gedruckten Lenné-Schülerzeitung anschauen könnt. Es werden – vorerst oder endgültig – keine neuen gedruckten „Lenné-Überflieger“ mehr erscheinen. Vielleicht aber wird es weiterhin den Online-Überflieger geben.

An dieser Stelle möchte ich mich bei den vielen Überflieger-Redakteuren bedanken, die ich so viele Jahre begleiten durfte. Es war eine phantastische, oft herrlich hektische, dann wieder fröhlich gemütliche, inspirierend kreative Zeit, die Freude, Erfolge und auch Stress im Rückblick „einfach richtig“ aussehen lassen. Dank an euch alle und herzliche Grüße an „die Treuen“, die sich immer noch melden, und ebenso an jene, die irgendwo ihr Leben leben… Auch die letzten drei Redakteurinnen (Emma, Luisa, Gina), die 2020 nach ihrem Abi aus der Redaktion gingen, werden wir noch – wie alle anderen vorher – in schöner Runde verabschieden.

Wir melden uns. Bis dahin – bleibt wahrhaftig. umx (Red.)

Unsere nächste „Überflieger“-Ausgabe erscheint! Unter dem Brennpunkt-Thema „Das ist mein Leben“ fragen wir uns und andere, wie sie ihr Leben so gestalten, dass es sich tatsächlich wie das eigene, selbst bestimmte Leben anfühlt. Denn wie viel in unserem Leben bestimmen wir tatsächlich selbst? Wir gehen auf die Suche nach einer Antwort.
Heute kann jeder fast alles sein; die Möglichkeiten scheinen unendlich. Wir haben das Privileg, selbst über unser Leben, über unser Aussehen, unsere Karriere und unsere Sexualität zu bestimmen. Ich – als junge, engagierte und interessierte Schülerin – würde mein Leben und meine Entscheidungen oberflächlich betrachtet als selbstbestimmt beschreiben. Doch wie viel bestimmen wir tatsächlich selbst? Schaue ich im Duden nach einer Definition für Selbstbestimmung, finde ich: (…) Unabhängigkeit des bzw. der Einzelnen von jeder Art der Fremdbestimmung (z.B. durch gesellschaftliche Zwänge, staatliche Gewalt). Die im Duden aufgelisteten „Fremdbestimmungen“ wecken dann doch Zweifel in mir. Die „gesellschaftlichen Zwänge“ beschäftigten mich besonders. Ist es wirklich Fremdbestimmung, wenn wir uns an die von der Gesellschaft errichteten Normen halten oder ist es nur angepasstes Verhalten unsererseits? Da „selbstbestimmte“ Anpassung und unkritischer Opportunismus nahe beieinander liegen, lohnt es sich, doch einmal genauer hinzuschauen.
Einige Artikel zum Brennpunkt-Thema könnt ihr online lesen, außerdem andere Artikel, die viele Themen berühren, oder auch Kurzgeschichten. Ansonsten seid gespannt auf die neue Schülerzeitung, die garantiert lesenswert ist.

Emma B., Chefredakteurin

von Katharina, inspiriert durch eine Erzählung von Tommi Schmitt

Es war ein heißer Donnerstagnachmittag in der Kölner Innenstadt. Seit ungefähr einer halben Stunde hatte der Großteil der arbeitenden Bevölkerung ihren 9 to 5 Job beendet und war auf dem Weg nach Hause, um sich dort zuerst für ein paar Minuten vor einen Ventilator oder einen weit geöffneten Kühlschank zu stellen. Die Hitze brütete. In einem Auto ohne Klimaanlage zu sitzen, verbesserte die Lage nicht unbedingt. Jede einzelne Ampel entschied sich kurzerhand, vor Tommi rot zu werden. Rot wie die Gesichter der Verkehrsteilnehmer und so staute es sich an allen Kreuzungen. Es wurde gehupt und geschrien, doch das aggressive Verhalten beeinflusste die elektrischen Anlagen in keiner Weise. Autofahrer erfreuten sich gegenseitig mit Handzeichen, von denen jeder genau wusste, was sie bedeuteten. Fußgänger waren zu sehr in ihre Smartphones vertieft, als dass sie auf heranfahrende Autos achten konnten. So wurde eine normalerweise rasche Heimfahrt zu einer quälenden, schweißtreibenden Tortur. Nach einigen Runden um den Häuserblock fand Tommi schließlich einen etwas weiter von seiner Wohnung entfernten Parkplatz, mittig auf einer Parkinsel einer sehr großen und stark befahrenen Straße liegend. Gestresst von den Menschenmassen und der nervenaufreibenden Gesamtsituation wollte er nur noch in seine kühle Wohnung treten. Als er gerade sein ächzendes Auto verließ, überquerte eine gealterte Dame auf ihren Rollator gestützt den fast verblichenen Zebrastreifen. Zu ihrer Linken lief ein junger Mann, ihr Pfleger, wie es schien. Sie hatte es sichtlich schwer zu laufen, sodass sie zum Leidwesen all der hitzegestresst ungeduldigen Verkehrsteilnehmer. sehr langsam vorankam. Schließlich hatte sie die Hälfte ihres Weges geschafft. Auf der kleinen, nur sparsam begrünten Verkehrsinsel blieb sie plötzlich stehen und bat ihren Begleiter, ebenfalls zu warten. Ein sanftes Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus, während ihr Blick zum Boden gesenkt war. Dort wuchsen ein paar wenige wunderschöne Wildblumen und doch reichten sie aus, um eine schwache, ergraute Frau inmitten der Hektik der so aufgeregten Metropole zu verzaubern. Tommi hätte die Blumen nicht einmal bemerkt. Wahrscheinlich hätte er sie unbemerkt zertreten.
Indem er dieses scheinbar unbedeutende Geschehen nachwirken ließ, fühlte er sich für einen kleinen Moment geerdet, bevor er seine letzten Schritte dieses Tages durch die Großstadt fortsetzte.

Hey Leute,
es gibt da ein paar Mädchen an unserer Schule, die sich an einem ganz besonderen Ort in Potsdam – mit großartigen Möglichkeiten – sehr wohl fühlen und ihre Erfahrungen mit euch teilen wollen. Lest von den Angeboten des Treffs und am Ende Margaridas Appell!
Die Überflieger-Redaktion

Der Potsdamer Mädchentreff „Zimtzicken“ im September und Oktober
Mädchen und junge Frauen die den Mädchentreff „Zimtzicken“ besuchen, können dort nicht nur den Austausch zu anderen Mädchen und Frauen suchen, Hausaufgaben erledigen, gemeinsam Musik hören oder einfach entspannen, sondern auch an verschiedenen Aktionen mitmachen. Alle zwei Monate bietet der Mädchentreff für jeden Tag der Woche (Montag bis Freitag) eine Aktion an, an dem man teilnehmen kann. Je nach Interesse und Lust. So wie im Mädchentreff ist die Vielfalt im Programm vertreten. Von sportlich und kreativ bis zu Diskussionsrunden wird einem alles geboten.

Folgendes steht für September und Oktober an:
„Tanz dich durch die Welt“ nennt sich das Programm für den Montag von 15 Uhr bis 18 Uhr. Dort haben Mädchen die Möglichkeit, die Tänze der verschiedenen Länder und Kulturen kennenzulernen. Sie erfahren, welche Musik dazu gespielt und welche Kleidung getragen wird.
„Mybodymychoice“ läuft am Dienstag von 17 Uhr bis 19 Uhr. Hier können Mädchen und junge Frauen gemeinsam über ihre Rechte reden und diskutieren: Entscheide selbst über dich und deinen Körper.
Am Mittwoch wird immer von 16 Uhr bis 18 Uhr gekocht: „Energiegeladen mit Leib und Seele – Powerküche für den Herbst“. Die Herbst-Saison bricht allmählich an und passend zur Jahreszeit wird gemeinsam gekocht und gegessen. Der Kostenbeitrag hier liegt bei einem Euro.
Raum für Kreativität besteht immer am Donnerstag von 16 Uhr bis 18 Uhr. Freundschaftsarmbänder sind hier das Stichwort, denn Freundschaft verbindet Kulturen und überwindet Grenzen. Dabei kannst du dich mit anderen Mädchen und jungen Frauen unterhalten und austauschen. Der Kostenbeitrag liegt bei einem Euro.
Freitags findet immer von 14 Uhr bis 19 Uhr das „Mädchencafé“ statt. Hier kannst du die Woche ausklingen lassen, entspannen, mit anderen Mädchen lachen, dich unterhalten, Tee trinken oder Wii spielen und dich gemütlich ins Wochenende leiten lassen. – Das alles sind freiwillige Aktionen, natürlich haben Mädchen und junge Frauen auch so die Möglichkeit, in den Mädchentreff zu gehen, ohne an den Programmpunkten teilzunehmen.

Eure Stimme für uns
Nachdem ich von einem Ort berichtet habe, der mir sehr wichtig ist, hätte ich eine Bitte an die Leser und Leserinnen der Schülerzeitung. Der Mädchentreff ist ein Ort, der Mädchen und jungen Frauen so viel Lebensmut und Kraft schenkt und sie unterstützt, wo es nur geht. Im Moment gibt es einen Förderwettbewerb, der von der Pro Potsdam und der Stadtwerke Potsdam GmbH unter dem Motto „Gemeinsam für Potsdam“ durchgeführt wird. Sie rufen alle Potsdamer Vereine und gemeinnützigen Organisationen auf, Ideen und Projekte vorzustellen, die das nachbarschaftliche Miteinander fördern. In einer Abstimmung im Internet vom 30. Juni bis zum 22. September 2019 entscheiden die Internetnutzer, welches Projekt eine Förderung erhalten soll. Das Ergebnis der Abstimmung wird am 24. September 2019 verkündet. Ich würde mich sehr freuen, wenn der Mädchentreff „Zimtzicken“ diesen Wettbewerb gewinnen könnte, den Mädchentreff würde es bestimmt auch glücklich machen.

Unterstützt uns unter dem Link: https://www.gemeinsam-fuer-potsdam.de/wettbewerb/teilnehmer-2019/maedchen-tankt-hier-kraft-und-mut-das-tut-gut/ .

Margarida da Costa Gaspar

von Luisa

Vorteil freier Entscheidung
Schon seit meiner frühen Kindheit erlaubt mir meine Mutter, selbstbestimmte Entscheidungen zu treffen. Dieses Privileg habe ich immer sehr genossen. Nur wenige andere Kinder in meinem Alter durften damals so viel selbst entscheiden wie ich. Ich erinnere mich immer gern an eine Situation, die mir eigentlich nur durch Erzählungen bekannt ist. Ich wollte damals, ich schätze im Alter von vier oder fünf, im Herbst ohne Jacke nach draußen gehen. Meine Mutter sagte mir, dass ich mich vielleicht erkälten würde, aber ich setzte mein Vorhaben trotzdem in die Tat um und sie akzeptierte es. Ich weiß nicht mehr, ob ich mich damals erkältet habe oder nicht, aber für mich ist dieser Moment immer noch ein Beispiel für meine freie und offene Erziehung. Ich bin der Meinung, dass für mich viel Gutes daraus resultiert hat. Ich war nie ein Kind, das seiner Mutter verschwiegen hat, dass es auf Partys geht – und zwar aus dem einfachen Grund, dass sie es mir erlaubt hat. Ich habe meiner Mutter vom meiner ersten Zigarette, meinem ersten Kuss und allen möglichen anderen Dingen, die eventuell nicht ganz legal waren, erzählt. Ich tat es, weil meine Mutter mich fast nie für solche Dinge bestraft oder sie mir verboten hat. Sie hat stets nur von mir erwartet, dass ich ehrlich und verlässlich bin. Damit habe ich mir meine Freiheit und mein selbstbestimmtes Handeln „erkauft“.
Vielleicht wünsche ich mir inzwischen manchmal, einmal mehr „Nein“ gehört zu haben, aber letztlich hat es mich zu dem Menschen gemacht, der ich bin. Ich bin mir meistens über die Konsequenzen meines Handelns bewusst. Okay, damit umzugehen, ist eine andere Sache, aber ich wäre sicher nicht so selbstbewusst und meinungsstark geworden, wenn mir meine Mutter damals nicht so viele Entscheidungen überlassen hätte.

Fluch verbotener Wünsche
Betrachten wir den umgekehrten Fall: Was resultiert aus Verboten? Meistens nur, dass die verbotenen Dinge trotzdem getan werden, aber dafür im Heimlichen. So hat man als Eltern keine Ahnung, was sein Kind macht, weil es einem – aus Angst vor Verboten – nichts mehr erzählt. Eltern wissen nicht, dass ihr Kind auf eine Party geht, sondern denken, es würde bei einer Freundin oder einem Freund schlafen. Sie haben keine Ahnung, dass sich das Kind schon zum x-ten Mal betrunken hat, und glauben, es trinke fast keinen Alkohol. Somit entfällt auch die Möglichkeit, mit dem Kind über diese Dinge zu reden und es über einen verantwortungsbewussten Umgang mit solchen Sachen aufzuklären. Kinder, denen immer alle Entscheidungen abgenommen werden und die nicht gelernt haben, eigene Entscheidungen zu treffen, wachsen realitätsfern auf.

Blick in die Realität
Doch wie selbstbestimmt ist unser Handeln wirklich, auch wenn uns viele Entscheidungen scheinbar selbst überlassen werden? Manchmal entscheiden gar nicht wirklich wir. Unsere Umwelt hat enormen Einfluss darauf, wie wir uns entscheiden. Werbung spielt hier eine große Rolle. Aber auch die Politiker und ihre Reden beeinflussen uns. Durch Sprache und bestimmte Manipulationstechniken lassen sich die Meinungen von Menschen gezielt in eine ganz bestimmte Richtung lenken. Auch unser Umfeld und vor allem unser Elternhaus haben entscheidenden Einfluss auf unseren Charakter und somit auch auf unsere Meinungsbildung und Entscheidungsfindung. Völlig eigenständig und frei von anderen Meinungen entscheidet also niemand. Trotzdem ist es wichtig, sich für die eigene Freiheit und Selbstbestimmung stark zu machen. Natürlich macht das manche Entscheidungen schwieriger, aber du bist der Mensch, der für dein Leben verantwortlich ist. Deswegen musst du auch deine Entscheidungen treffen und dein Handeln verantworten.

Sei also stark und lehn dich auch mal auf! An alle volljährigen Mitschüler: Geh bspw. zum Arzt und lass dich impfen, obwohl deine Eltern es dir verbieten. Brich nach der zehnten Klasse die Schule ab, wenn du dich dort sehr unwohl fühlst und dir sicher bist, dass du für deinen weiteren Weg kein Abi brauchst oder es dir nicht wichtig ist. Entscheide dich, wenn du schwanger bist, eigenständig für oder gegen das Kind! Trag die Klamotten, die dir gefallen und so viel oder so wenig Make-Up, wie du magst. Mach nicht alle möglichen sinnlosen Dinge mit, weil andere sie gut finden. Sag, was du denkst!
Das bist du, das ist dein Leben, du gibst die Richtung an!