Kraftsport. (K)ein Sport für Machos

von Jonas K.

Lange war es verpönt, ins Fitnessstudio zu gehen. „Das ist doch was für Machos oder Tussen.“ Dieses Vorurteil gehört inzwischen längst der Vergangenheit an. Ob „Muckibude“, „Gym“ oder Fitnessstudio: Alle drei Begriffe meinen heute dasselbe: einen Ort, wohin man geht, um etwas an seinem Körper zu verändern oder das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern. Einige wollen abnehmen, andere wollen stärker werden und einige wollen einfach generell fit für den Alltag sein. Ich trainiere, seit ich 15 bin. Mein Hauptziel ist, stärker zu werden. Im Fitnessstudio trifft man Menschen aller Altersklassen an. Ob 14 oder 60 Jahre alt, die Besucher kommen regelmäßig, um zu trainieren. Es sind Schüler und Studenten, Rentner und Menschen verschiedenster Berufe. Ich gehe fast ausschließlich allein zum Sport, obwohl ursprünglich ein Klassenkamerad mein Interesse dafür geweckt hat.
Das Personal in einem Fitnessstudio ist nicht nur für Wartung, Reinigung und Bedienung am Tresen verantwortlich, sondern auch vor Ort, um Kunden zu betreuen. Es gibt unzählige Übungen, die man an den Geräten ausführen kann, doch man muss wissen, wie es richtig geht und welche Muskeln man auf welche Art und Weise kräftigen kann. Ansonsten führt das Training nicht zum Ziel oder ist sogar gefährlich, da man sich an den Geräten leicht verletzten kann. Genau deshalb sind Trainer da, die Trainingspläne für die Kunden erstellen und sie in das Training einführen. Ich habe mich aber eher im Internet informiert und eigene Erfahrungen gesammelt. Man findet online viele sinnvolle Tipps für das Training.
Oft werde ich gefragt: Ist es wirklich sinnvoll, sich jede Woche im Fitnessstudio zu quälen? Kraftsport ist für viele ein Hobby. Sie nutzen ihre Freizeit für Sport. Der Sport ist ein fester Bestandteil ihres Lebens. Nach einiger Zeit des Durchhaltens kann man erste Erfolge sehen: Man ist in einer Übung stärker geworden, hat abgenommen, hat Muskeln aufgebaut oder mehr Ausdauer als vorher. Deshalb kann man sich damit identifizieren, da man „in etwas gut ist“ und Erfolge verzeichnet. Es ist egal, welchen Fortschritt andere im Studio Trainierende machen. Es zählt, was man selbst erreicht hat. Sich mit anderen Trainierenden zu vergleichen, ist nicht sinnvoll, da jeder unter individuellen Umständen und nach eigenen Ambitionen trainiert. Mein Ziel war es, Kraft aufzubauen, was ich erreicht habe, denn in Übungen, die ich regelmäßig ausführe, bin ich klar stärker geworden.
Kraftsport wie Sport generell helfen nicht nur, einen stärkeren Körper zu bekommen, sondern helfen vielen, ein stärkeres Selbstbewusstsein zu erlangen. Ein gutes Selbstbewusstsein ist Gold wert. Wir trauen uns auch in anderen Bereichen mehr zu. Wahrscheinlich sind es nicht nur junge Menschen, die das Gefühl haben, noch nie in ihrem Leben etwas Großes erreicht zu haben. Beim Fitnesstraining kann man Ziele verfolgen, die bald sichtbar sind. Heutzutage gibt es in jeder Stadt mindestens ein Fitnessstudio. Sport ist eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Natürlich gibt es unzählige Sportarten, die man an frischer Luft ausführen kann. Doch ihr würdet staunen, wie viel Spaß das Training im Studio neben den spürbaren Erfolgen machen kann. Ich jedenfalls habe den Besuch des Fitnessstudios fest in meinem Wochenplan verankert, ohne dass dieser Termin andere wichtige Dinge blockiert.

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