Fridays for Future. Für welche Zukunft lernen wir?

“Why should I be studying for a future that soon may be no more, when no one is doing anything to save that future?” Greta Thunberg, 16-jährige Klimaaktivistin

Der Klimawandel und die Probleme, welche er mit sich bringt, sind seit Jahren von vielen Klimawissenschaftlern erforscht. Dennoch handelt die Bundesregierung nicht ausreichend und schnell genug. Aus Enttäuschung über die verfehlten Klimaziele der Bundesregierung für das Jahr 2020 gründete sich die internationale Schüler- und Studentenbewegung „Fridays for Future“, welche sich für einen strengeren Klimaschutz ausspricht. Nach dem Vorbild der schwedischen Organisatorin Greta Thunberg gehen nun auch deutsche Schülerinnen und Schüler freitags während der Unterrichtszeit auf die Straßen und protestieren. Sie sind der Meinung, dass die Politiker nicht genug für den Klimaschutz tun. Die Zukunft gehört den jungen Generationen und deswegen sind sie die Leidtragenden der aktuellen Politik. Den jungen Menschen geht es vor allem darum, gehört zu werden und darum, dass die politischen Verantwortlichen endlich Initiative ergreifen, um etwas gegen den Klimawandel zu tun, statt immer nur leere Versprechungen zu machen. Die Forderungen der Protestbewegung verkünden die Schüler auf den wöchentlichen Demos. Bis 2030 solle Deutschland aus der Kohleenergie aussteigen, da etwa die Hälfte aller CO2-Emissionen in Deutschland von der Braunkohlewirtschaft verursacht werden. Die Schüler fordern außerdem, dass bis 2035 die Energie zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen bezogen werden solle.

Obwohl viele der Schüler an ihren Schulen für die Teilnahme am Streik Ärger kassieren, gehen sie trotzdem immer wieder zu den Demonstrationen. Auch einige Schüler unserer Schule setzen sich für den Klimaschutz ein und nehmen an dieser Bewegung teil. Häufig kritisieren Außenstehende, dass die Schüler nur den Unterricht schwänzen wollen. War man jedoch einmal vor Ort bei einer Fridays for Future- Demonstration merkt man schnell, dass es den Schülern um viel mehr geht. Denn auch im Januar bei eisigen 7 Grad unter Null protestierten mehr als 10.000 Schülerinnen und Schüler in Berlin. Und auch hier in Potsdam „schwänzten“ die 1800 Demonstranten am 15. März 2019 nicht den Unterricht, sondern demonstrierten voller Wut gegen die aktuelle Klimapolitik, voller Hoffnungen, dass ihre Forderungen erhört werden und die Politik handelt, damit sie ihren Kindern eine gute Zukunft ermöglichen können. Die meisten Politiker loben das politische Engagement der jungen Menschen und lenken somit vom eigentlichen Problem des Klimawandels ab. Die Schülerinnen und Schüler sagen, es sei ihre Verantwortung, für ihre sowie für die nachkommenden Generationen die Klimakrise bestmöglich zu beenden, solange es noch möglich sei. Man solle nicht nur davon berichten, dass die Schüler demonstrieren, sondern vor allem, weshalb sie es tun.

Gina Konarski, 12a

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